Getreide zur regionalen Mühle
Der Landwirt liefert sein Getreide direkt an die Mühle in der Region.
Sonne vom Dach, Speicher beim Trafo, Wärme aus Biogas und Hackschnitzeln: Wenn Gemeinden, Landwirte, Unternehmen und Haushalte zusammenarbeiten, wird Strom leistbar, sicher und lokal gesteuert.
Jeder Trafo wird zum kleinen Kraftwerk: Die Photovoltaik-Anlagen im Ortsnetz speisen in einen gemeinsamen Speicher direkt beim Trafo. Was mittags erzeugt wird, versorgt abends die Nachbarschaft.
Lokal erzeugter und lokal verbrauchter Strom spart Netzentgelte und macht unabhängig von Börsenpreisen.
Der Speicher beim Trafo glättet Spitzen, entlastet das Netz und hält bei Störungen die Grundversorgung aufrecht.
Wer keine eigene Anlage hat, nutzt trotzdem Sonnenstrom aus der Nachbarschaft – als Energiegemeinschaft.
Größere Speicher an Orten, die es in jeder Region schon gibt, nehmen die lokalen Überschüsse auf und halten sie langfristig bereit.
Fläche, Netzanschluss und Dauerverbraucher – ideal für Großspeicher.
Prozesswärme und Strombedarf machen Überschüsse direkt nutzbar.
Große Dächer, Hofstellen und Maschinen als flexible Speicher.
Wärmespeicher halten Energie über Wochen – günstiger als jede Batterie.
Betriebliche Speicher puffern Lastspitzen und Wochenendüberschüsse.
Ein eigenes regionales Datennetz misst Erzeugung und Verbrauch in Echtzeit. Die Region sieht das Gesamtbild – entscheiden tut jedes Haus selbst.
Wo Glasfaser liegt, laufen Mess- und Steuerdaten mit hoher Bandbreite und geringer Latenz.
Sensoren an Trafos, Speichern und Zählern funken stromsparend über Kilometer – auch abseits der Ortskerne.
Netze und Steuerungen werden nach den Anforderungen der NIS2-Richtlinie abgesichert, segmentiert und laufend geprüft.
Zentral gibt es nur Verwaltung und Überwachung. Schalten und Regeln liegt bei jedem Gebäude selbst.
Biogasanlagen, Brennstoffzellen und Hackschnitzel-BHKWs erzeugen Strom aus regionaler Biomasse oder Wasserstoff. Ihre Abwärme speist das Niedertemperatur-Nahwärmenetz – nichts geht verloren.
niedrigere Energiekosten: Wärmepumpen holen sich aus der lauwarmen Nahwärme die Grundtemperatur und brauchen dadurch nur einen Bruchteil des Stroms.
Jede Station gibt weiter, was die nächste braucht: Rohstoffe, Lebensmittel und sogar Wärme.
Der Landwirt liefert sein Getreide direkt an die Mühle in der Region.
Die regionale Mühle mahlt das Getreide und versorgt die Bäckereien vor Ort.
Der Bäcker bezieht sein Mehl aus der regionalen Mühle.
Die lokale Fleischerei schlachtet am Hof – ohne Tiertransporte und ohne Stress für die Tiere.
Der Nahversorger kauft direkt in der Region ein und spart Transportwege. Im Sommer liefert er die Abwärme seiner Kühlung ins Nahwärmenetz, im Winter heizt er mit dieser Abwärme und dem Überschuss aus dem Netz.
Versorgungssicherheit endet nicht beim Strom. Sie umfasst Lebensmittel, Arbeit und eine starke Gemeinde.
Betriebe stimmen sich ab statt zu konkurrieren und decken den kompletten regionalen Bedarf an Fleisch, Obst und Gemüse.
Betriebe stellen vor allem lokal an und kürzen so Fahrwege. Unter der Woche nutzen sie den PV-Überschuss ihrer Mitarbeiter, am Wochenende laden diese mit dem Überschuss des Betriebs ihre E-Autos.
Wo Energie, Landwirtschaft und Betriebe eng verzahnt sind, entstehen neue Geschäftsideen und Jobs in der Region.
Höhere Steuereinnahmen und günstige, sichere Energie machen die Gemeinde attraktiv für neue Unternehmen.
Sichere Versorgung heißt: So gut wie alles, was die Region erzeugt, wird hier auch verbraucht. Kein Mangel, keine verschenkten Überschüsse.
Nur gemeinsam schaffen wir die Energiewende – und reduzieren den Zukauf aus Übersee und damit auch den CO₂-Ausstoß.